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Deutsche Ameisenschutzwarte (DASW)

Landesverband Niedersachsen e.V. - Regionalgruppe Südliches Niedersachsen

Wissenswertes

Weitere Informationen

Hier werden noch weiterführende Informationen zum Thema Ameisen angeboten.

Lebensraum Hecke

Lebensraum Hecke Die Hecke – einzigartiger Lebensraum in der Agrarlandschaft.
Hecken gliedern unsere intensiv genutzte Landschaft. Sie vernetzen Lebensräume und ermöglichen vielen Arten in ihrem Schutz unsere stark zersiedelte Landschaft zu durchwandern. Sie sind Lebens- und Rückzugsraum und für uns Menschen zu allen Jahreszeiten gern aufgesuchte Erholungs- und Erlebnisräume. Angesicht eines beängstigenden Artenrückgangs sollte es unser aller Anliegen sein, Hecken zu erhalten, zu pflegen und wo möglich, neu zu begründen. Weiterführender Text zum Lebensraum Hecke

Umgang mit Waldameisennestern

Überfahrenes Waldameisennest Überfahrenes Waldameisennest
Rückeweg
Rückeweg
Der robuste Umgang mit Waldameisennestern in den Wäldern Niedersachsens hat Formen angenommen, die sich weder mit dem viel gepriesenen LÖWE-Programm, noch mit einer guten fachlichen Praxis vereinbaren lassen. Sicherlich sind das immer nur Einzelfälle, die uns gemeldet werden. Aber jedes zerstörte Ameisennest ist eines zu viel. Bitte melden Sie uns ähnliche Vorkommnisse zeitnah, damit wir dem nachgehen können. Weiterführender Text zum Umgang mit Waldameisennestern

Haben die Ameisen eine Chance?

Stumschäden in Vogelbeck Sturmschaden 01
Prüfung eines Nestes
Nestprüfung
Der Sturm Friederike Anfang Januar 2018 hat fast den gesamten Bestand umgeworfen. In diesem Bereich waren/sind über 300 kartierte F.polyctena Nester. Zurzeit laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren, um die kühle Witterung auszunutzen und möglichst viel Holz zu ernten, ehe der Borkenkäferflug, der bei ca. 12° C beginnt, noch verkaufen zu können. Die entasteten Stämme liegen noch in kleineren Poldern im Bestand und riesige Reisighaufen türmen sich entlang der Rückewege. Leider auch mitten im Bestand und nicht nur an den Waldwegen sind sehr viele Ameisennester. Wie auf den Bildern zu sehen, liegen die Nester offen da oder sind im wahrsten Sinne des Wortes beerdigt. Das weitere Vorgehen seitens der Ameisenschutzwarte richtet sich danach, wann der Wald wieder betreten werden darf. Angedacht sind das Abräumen der Zweige von den Hügeln, zumindest an den Forstwegen und evtl. auch die Umsiedlung einiger weniger Nester. Dieser Sturm ist wie ein Kahlschlag, Eine Weile können die Ameisen den Honigtau der Wurzelläuse und den Nektar der Schlagflora (Weidenröschen, Holunder, Fingerhut, Birke usw.)nutzen. Durch die Mangelernährung werden die Völker sicherlich geschwächt, viele werden möglicherweise sterben, einige jedoch werden überleben. Die Entwicklung der Ameisen in den Windwurfgebieten unserer Regionalgruppe kann auf der Homepage verfolgt werden, da wir sie interessiert beobachten, sie begleiten und wenn erforderlich wie oben angedacht unterstützen.
Ilsemarie Grotian